Highlights vom Tee.Essen.Bern 2026
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Tea Pairing – die Verbindung von Essen und Tee
Die Kombination von Essen und Tee ist vielschichtig und faszinierend komplex. Neben den Aromen spielen auch Temperaturen, Texturen, das Zusammenspiel der Komponenten auf dem Teller sowie deren Zubereitung eine entscheidende Rolle. Wurde die Rande gekocht, im Ofen geschmort oder roh serviert? Ist sie püriert oder geraffelt? Wird sie von Öl oder Essig umhüllt? Treten ihre erdigen oder süssen Noten stärker hervor?
Hinzu kommt das individuelle Empfinden jedes Gastes. Jeder Mensch bringt eigene sensorische Erfahrungen, unterschiedliche Sensibilitäten und verschieden ausgeprägte Geschmacksknospen mit an den Tisch.
Im Kern geht es für uns deshalb nicht darum, das eine richtige Pairing zu servieren. Vielmehr laden wir dazu ein, zu beobachten, wie sich Tee und Essen im Zusammenspiel verhalten: Mal wirkt ihre Verbindung wie eine innige Umarmung, mal fordert der Tee das Gericht heraus und sorgt für Spannung. Ein anderes Mal bleibt es bei einer flüchtigen Begegnung – oder der Tee übernimmt die Rolle eines Vermittlers zwischen den Komponenten auf dem Teller. Während sich ein Tee dezent im Hintergrund halten und den Elementen eines Gerichts eine Bühne bieten kann, tritt er in anderen Momenten bewusst in den Vordergrund und wird als „dritter Geschmack“ selbst Teil der Komposition.
So entsteht eine grosse Spielwiese, die sowohl in der Vorbereitung als auch am Abend selbst zu einem lebendigen Austausch führt – und die Komplexität sowie das Potenzial von Tee als Essensbegleitung erlebbar machen. Gleichzeitig entdecken wir dabei selbst auch bekannte Tees aus unserem Sortiment immer wieder neu.
Unsere Pairing-Highlights 2026
Wuyi Rou Gui (Gong Fu Cha) zu Marroni-Mascarpone-Mousse mit eingelegten Zwetschgen
Die fruchtige Süsse von Tee und Marroni spielen wunderbar zusammen und verstärken sich gegenseitig. Die Würzigkeit und die leichte Zimt-Note des Rou Guis verbindet die Marroni und Zwetschgen.Fancy Oolong (Westlich) zu Bärlauch-Gnocchi mit schwarzem Pfeffer auf Randenpüree
Fancy Oolong und schwarzer Pfeffer ergeben ein schönes Zusammenspiel und verbinden sich miteinander. Das Randenpüree wirkt durch den Tee im ersten Moment süss, fruchtig und voll, im zweiten Moment zeigt sich die erdige Seite.Sencha Yamato (Cold Brew) zu Kartoffelgnocchi mit Rüeblipüree
Die frischen, spritzigen Noten des Tees legen eine wunderschöne, leichte Frische über die schweren Gnocchi. Die Rüebli zeigen dadurch mehr ihre gegensätzliche, erdige Seite. Das Essen wirkt im Gesamten süsser und intensiver. Eine faszinierende Transformation.Zheng Shan Xiao Zhong (Westlich) zu Tofu in Soya-Honig-Chilli-Sauce, Bratkartoffeln und Ofengemüse
Der Tee hüllt das gesamte Gericht liebevoll ein. Durch die rauchige Note entsteht der Eindruck, als käme das Essen direkt vom Grill. Die Schwarzteenote agiert als verbindendes Element aller Komponenten und erzeugt eine wohlig- warme Stimmung.Temple of Heaven (Sparkling) zu Waldpilzen-Pastete mit Portulak
Die rauchige Note des Grüntee, welche an Speck erinnert, ergibt ein schönes Zusammenspiel mit den erdigen Noten der Pilze. Im saftig-grünen Portulak spiegeln sich die Umami-Noten des Tees.Baimudan (Sparkling) zu Kürbis-Ravioli im Dinkelteig an Salbeibutter
Der sprudelnde Weisstee verleiht diesem üppigen Gang eine schöne Leichtigkeit und ergänzt die Komposition mit seinen floralen Noten mit einer neuen Ebene.Nilgiri Kairbetta (Sparkling) zu Randen-Apfel-Tartar mit Merretich Chips und Portulak
Der spritzige, florale Tee agiert als dritter Geschmack und gesellt sich zu den anderen Komponenten, als wäre er von Anfang an dabei gewesen. Er verleiht dem Gericht Komplexität und Eleganz.Rou Gui Xiang 2014 (Gong Fu Cha) zu Süsskartoffelmousse mit Datteln, Schoggi und Pistazien (Februar)
Wunderbare gegenseitige Ergänzung von Süsskartoffelmousse und Lagerungsaromen. Der Tee passt mit seiner Röstung auch herrlich zu Schoggi und den Datteln.Gu Shu Cha Ya (Gong Fu Cha) zu Brownie mit Rhabarberkompott
Leichter Tee ergänzt die schwere Schoggi in den Brownies und harmoniert wunderschön mit der sauren Fruchtigkeit des Rhabarberkompotts. Als würde man an einem warmen Frühlingstag im Garten sitzen, ein einfaches Dessert geniessen und dabei weht einem der Wind den Duft der ersten Blüten in die Nase.Kräuteraufguss Edelweiss (Westlich) zu Feigen-Pecorino Ravioli an Zitronen-Thymian Sauce
Der Kräuteraufguss nimmt den Thymian in der Sauce auf. Er verleiht dem Gericht eine frische Note und umarmt alle Komponenten sanft.











Ein Blick hinter die Kulissen
Nachdem wir den Gang den Gästen serviert haben laufen wir mit der entsprechenden Teebegleitung in die Küche, wo bereits eine kleine Portion auf uns wartet. Nun kosten wir das Essen mit dem Tee zum ersten Mal und können überprüfen, wie unsere Intentsion zum Pairing sich nun auf dem Teller und im Gaumen zeigt. Das Menu vom Le beizli erhalten wir nämlich erst eine Woche vor dem Anlass und kombinieren die Tees bestmöglich aus unserer Vorstellung heraus.
Mehr Einblicke hinter die Kulissen: Rückblick zum Tee.Essen.Bern 2024/25
Wir freuen uns auf viele weitere Tea-Pairing-Events in der Zukunft!
Euer Tea & Dine Team
Dominik, Nadine, Nathalie

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